Seminar in Georgien

Nach nicht einmal zwei Wochen ging es für mich schon auf das „Zwischenseminar“ nach Georgien. Normalerweise hat man dieses Seminar etwa zur Halbzeit des Aufenthaltes, aber da mein Ausreisetermin eher untypisch war, fand es für mich am Anfang statt.

12077217_1104172372947581_2068754404_nPia und ich sind also über Istanbul nach Tiflis geflogen und haben dort für zwei Nächte bei Couchsurfern übernachtet. So hatten wir einen ganzen Tag Zeit um uns die Stadt anzuschauen, was sich echt gelohnt hat. Einerseits sind dort viel alte Häuser mit verwinkelten Hinterhöfen und andererseits gibt es dort auch den sehr modernen Teil, in dem z.B. die Friedensbrücke ist. Mir hat auch gut gefallen, dass im Norden und im Süden die Berge sind und so die Stadt dort höher als in der Mitte liegt. So hat man von dort einen tollen Ausblick auf die Umgebung.

CAM02469Wir sind also den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen, waren auf einem riesigen Flohmarkt, bei der Statue „Mother of Georgia“ und als wir zufällig drei der anderen Freiwilligen aus Bischkek getroffen haben, sind wir zusammen lecker essen gegangen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und so hat es umso mehr Spaß gemacht durch die Stadt zu laufen. Außerdem waren wir am Valentinstag dort, weshalb gefühlt an jeder Ecke jemand stand und Blumen verkauft hat. Abends sind wir dann mit der Marshrutka (eine Mischung aus Taxi und Bus welche z.B. auch in Kirgistan fährt) zurück gefahren und netter Weise haben uns wieder Leute geholfen an unserem Ziel anzukommen, weil ohne die georgischen Schriftzeichen lesen zu können ist das gar nicht immer so einfach.

Am nächsten Morgen ging es dann in das Dorf Saguramo, das etwas nördlich von Bischkek liegt, weil dort das Zwischnseminar stattfand. Insgesamt waren wir neun Freiwillige aus Kirgistan und zehn aus Georgien und es war sehr spannend in den fünf Tagen etwas über die verschiedenen Einrichtungen und Länder zu hören. Meine persönlichen Highlights war eine Wanderung auf einen Berg, von dem aus man Tiflis und Saguramo sieht,  ein Musiknachmittag mit einem Musiklehrer der Waldorfschule in Tiflis, das unglaublich leckere  Essen und das Lernen von kirgisischen- und Georgischen Tänzen.

Der Zeitpunkt für das Zwischenseminar war für mich zwar nicht optimal, da noch alles sehr neu in Kirgistan  ist und ich gleich wieder für über eine Woche nicht im Sozialdorf war, aber abgesehen davon, war es sehr interessant. Die Themen die wir dort besprochen haben bringen mir sicherlich Einiges für die weitere Zeit in Kirgistan und ich konnte auch viele neue Ideen mitnehmen.

Freitag Abend sind wir dann schon wieder zurück nach Bischkek geflogen und waren dort bis Dienstag, weil wir Montag frei hatten (und stattdessen Samstag arbeiten) und am Dienstag Männertag war. Für die Zeit in Bischkek hatten wir eigentlich einige Pläne, aber das meiste haben wir nicht geschafft, was beispielsweise daran lag, dass wir die richtige Adresse nicht gefunden haben, in die falsche Marshrutka gestiegen sind oder nicht rechtzeitig wieder ausgestiegen sind (manchmal sind die nämlich so voll, dass es fast unmöglich ist auch nur einen Blick aus dem Fenster zu werfen). Das mit dem Marshrutka fahren müssen Pia und ich eindeutig noch etwas üben!

Als wir Dienstag zurück nach Murake gekommen sind, war dort ein Fest auf Grund des Männertages und als wir aus der Marshrutka ausgestiegen sind, sind etwa 50 Reiter an uns vorbeigalloppiert. Es war schön wieder ins Sozialdorf zu kommen und wir wurden auch freudig begrüßt.

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Pia mit einem der Bewohner

Diese Woche haben wir uns viel um einen gekümmert, der im Rollstuhl sitzt, waren mit ihm spazieren, haben mit ihm gespielt oder haben sensomotorische Übungen gemacht. Außerdem waren wir immer wieder im Stall, weil wir beim Aufbau von Kuhmist-Stroh-Matratzen für die Kühe helfen sollen, haben Glühbirnen ausgetauscht, sind spazieren gegangen und waren viel Draußen, weil es bis zu 23°C hatte. Heute haben wir den ersten Samstag im Sozialdorf verbracht und haben mit Bewohnern Kuchen gebacken. Wie meine genauen Aufgaben im Sozialdorf aussehen, werde ich noch in einem der nächsten Blogeinträge beschreiben.

Heute Abend geht es dann wieder nach Bischkek und morgen zum Skifahren, wenn alles klappt.

 

 

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